Mögen ist sowieso nur die Verkleinerungsform von lieben.

Mesophilosophische Worte zum späten Abend fallen einem manchmal ganz leicht aus den Fingern auf die Tasten an den Bildschirm. Heute ist nicht manchmal.

Die Liebe zwischen Mann und Frau ist eines der meistdiskutierten Themen unserer Zeit, was ihr sowohl medial als auch emotional einen extrem hohen Stellenwert verleiht. Zwischenmenschliche Beziehungen erfüllen und verletzen und wie kaum etwas anderes, besonders eben diejenigen, die sich nicht als bloße Freundschaften verstehen. Höhenflüge und Wolkencrashs sind dabei völlig normal, das Gefühlsspektrum gleicht einer Enzyklopädie von Emotionen und wird erst dann pragmatisch begreifbar, wenn das Paar schon fast die Scheidung einreicht. Andersherum betrachtet scheint uns etwas zu fehlen, wenn wir diese Gefühlseskapaden nicht durchmachen, wenn wir die körperliche und seelische Energie nicht in ihrer Ganzheit auf den Partner konzentrieren und sämtliche Stimmungsbarometer auf ihn projizieren. Das Gegenteil von Liebe ist Indifferenz. Und dann stellen wir uns Fragen, deren Grundkonzept allzu oft um ein etwaiges Nichtliebenkönnen rotiert.

Fehlen diese Regungen, fehlt uns da wirklich etwas? Sollte das Leben nicht viel stressfreier sein? Sollten wir nicht vielmehr darüber glücklich sein, dass wir unsere Zeit und unsere Emotionen für uns und unsere Projekte nutzen können, anstatt sie in derart großem Maß an jemanden abzutreten? Stattdessen kreieren wir uns neuen Stress, immer in der leisen Hoffnung, baldige Gefühlsexplosionen verspüren zu können.

Mögen ist nicht nur der Diminutiv von lieben, es ist auch die Voraussetzung. Wir sollten lernen, umsichtig zu sein und aufmerksam, das Schöne im Kleinen suchen, die Welt erleben und diese Momente speichern, gründlich archivieren und bei Bedarf auspacken. Wir werden es mögen. Und irgendwann anfangen, (es) zu lieben.

(Im Falle des Scheiterns – und dieses darf nie ausgeschlossen werden – kann die Kulturwissenschaft ihr Übriges tun und unser Gewissen durch die These „Love is a social construct“ beruhigen.)

Literatur, die nicht aus der Mode kommt

Anlässlich meines Geburtstages haben sich meine Großeltern nicht lumpen lassen,  das weite & große Internet zu durchsuchen, um schließlich zwei Bücher zu finden, mit denen schon meine Oma Nähen gelernt hat. Beide Bücher sind verständlich geschrieben, haben ab und zu mal eine kleine Abbildung und riechen nach ganz viel Wissen.

Zusammen mit den Nähkursgutscheinen, die mir meine Freunde zum gleichen Anlass überreicht haben, werde ich die alten Werke genauestens konsultieren und vielleicht springt dann auch mal ein Kleidungsstück unter der Nähmaschine hervor.

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Eulenkinder

Ich weiß nicht, ob es die klügste Idee ist, das Blog mit einem Nähprojekt zu starten, das bisher mein bestes zu sein scheint. Aber andererseits heißt es ja, dass Übung den Meister macht und die Fingerfertigkeiten damit von Mal zu Mal besser werden. 

Das Schnittmuster für meine kleine Eulenfamilie habe ich auf einem netten Blog von le-kimi als Freebie gefunden und mich sofort verliebt. Ich bin mir sicher, dass diese drei Gesellen nicht die letzten gewesen sind, die durch meine Maschine zum Leben erweckt wurden, schließlich wohnt noch keines der bunten Tierchen bei mir.🙂

 

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Grand Opening

02.11.2013, ich liege seit 2 Tagen krank im Bett und sinniere nicht nur über den Sinn des Lebens. Ein bisschen schon, das muss ich zugeben. Aber vor allem surfe ich im Internet, lese bunte Blogeinträge von kreativen Seelen und entscheide (nichtsoganz) aus heiterem Himmel, dass ich auch ein Teil von denen sein möchte. In der Vergangenheit gab es derartige Anläufe natürlich schon zuhauf, allerdings war meine Ausdauer nicht ganz mit der eines Marathonläufers zu vergleichen. Alte Geschichten hin oder her; hier bin ich wieder – hochmotiviert und mit höchst illusorischer Gesinnung – auf jeden Fall bereit, das neue Blogprojekt in Angriff zu nehmen.

Frida.